PADENGHE SUL GARDA

Dank der vorzüglichen Lage auf den Ausläufern eines sanften Hügels, ist das Territorium und die Umgebung von Padenghe sul Garda außerordentlich geschätzt. Padenghe befindet sich im südlichen Grenzgebiet des Valtenesi und bietet Touristen und Besuchern die spezielle Atmosphäre eines Eintauchens in die Natur der für dieses Gebiet so typischen Weinberge und Olivenhaine. Padenghe ist besonders geeignet für einen Urlaub im Zeichen von Relax und Wellness: auf Maultierwegen und Hügelstraßen spazieren gehen, die exzellenten lokalen Produkte direkt bei einem der vielen landwirtschaftlichen Betriebe kosten, die seit Generationen die Früchte des Valtenesi verarbeiten. Durch die unmittelbare Nähe zum Gardasee befindet sich Padenghe auch ganz in der Nähe des Nachtlebens zwischen Pubs, Bierkellern, Diskotheken und Clubs.

Unbedingt empfehlenswert für eine Wanderung ist die Strecke, die  die Burg von Padenghe mit der Burg von Drugolo verbindet. Eintauchen ins Mittelalter des Valtenesi: Wälder reich an typischen Pflanzen des Voralpen-Hügelstreifens wie z.B. Eichen, Linden, Ahorn und Haselsträucher; Weinberge, Olivenhaine, Gersten- und Sonnenblumenfelder in Harmonie mit der natürlichen Umgebung, die der Landschaft noch größere Schönheit verleihen.

Einige neue archäologische Funde wie Pfeilspitzen bescheinigen den jungsteinzeitlichen Ursprung von Padenghe. Während der römischen Epoche war der Ort sicherlich ein Ort der Entspannung für Patrizier, die um den Mailänder Kaiserhof herum lebten und hier - insbesondere im 3. und 4 Jahrhundert - prächtige Villen und Tempel errichteten.

Die Vororte von Padenghe sul Garda zeugen noch heute von spektakulären mittelalterlichen Architekturen wie dem Castello, einer antiken, von Brescia und Verona umkämpften Festung der Ghibellinen, die über die historische Zugbrücke zu erreichen ist. Die gegen Ende des 9. Jahrhunderts auf den Ruinen einer römischen Festung erbaute Burg ist die älteste aller Burgen des Valtenesi. Innerhalb der Festung sind die Häuser der antiken Vorstadt Altura zu sehen. Die Festungsmauern sind zum Teil mit Zinnen versehen und durch eckige Türme ergänzt, während ein gewaltiger Wachturm über die gesamte Struktur emporragt. Innerhalb der Mauern befinden sich Gässchen mit Kopfsteinpflastern. Einige der noch immer vorhandenen Wohnungen wurden kürzlich restauriert.

Das Gebiet von Padenghe, das wie ein Großteil des Valtenesi durch Eroberungen und Plünderungen gebeutelt wurde, ist Geburtsort des Malers Andrea Giovanni Bertanza, dessen Werk durch Palma il Giovane und den Veronese inspiriert wurde und der im Valtenesi und an der Riviera am Ende des 16. Jahrhunderts arbeitete. Zudem sind in Padenghe sul Garda Kunstwerke anzufinden, die sicher die Kulturliebhaber begeistern können: die prachtvollen Werke in der 1682 errichteten Pfarrkirche Santa Maria, die Gemälde von Zenone Veronese (Madonna mit Jesuskind und Heiligen. Dasselbe Thema wurde in derselben Kirche auch von Paolo Farinati umgesetzt), Francesco Giugno, Francesco Paglia, G.A. Zadei wie auch die Skulpturen von Antonio Callegari und Beniamino Simoni. Interessant auch das Portal mit dem charakteristischen Bossenwerk.