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Manerba del Garda
Die Burg
Leider blieben von der majestätischen Burg, die im Jahre 110 errichtet wurde, nur noch Ruinen. Nach dem historischen Roman von Ercoliani, war der Burgherr Leutelmonte. Nachdem die Brescianer die Valtenesi von den Veronesern zurückerobert hatten, wurde die Festung im Jahre 1279 zerstört, weil sie den Ghibellini in ihren Mauern Schutz gewährt hatte. Die endgültige Zerstörung der Burg wurde 1575 mit einem Dekret des venetianischen Inspektors Giacomo Soranzo angeordnet, da sie nun der Zamari genannten Räuberbande Schutz bot.

Pfarrkirche von Santa Maria in Valtenesi

Sie ist im Jahr 1050 in der Ortschaft Pieve Vecchia auf den Ruinen einer sehr viel älteren Kirche entstanden. Die Pfarrkirche von Santa Maria in Valtenesi ist das älteste romanische Bauwerk der Gegend. Die drei Kirchenschiffe werden von majestätischen Rundbögen, die sich auf rechteckige Säulen stützen, getragen. Von den ursprünglichen Fresken sind nur noch Fragmente zu sehen.
Im Chorraum befinden einige Fresken romagnolischer Künstler: im Triumpfbogen eine wunderbare Annunciazione und im Basin ein “Christus” zwischen zwei Engeln. Bewundernswert ist das Altarbild des Hauptaltars aus dem XVI. Jahrhundert von Gian Andrea Bertanza di Padenghe, auf dem die "Jungfrau mit den Heiligen Rocco, Sebastian, Siro und Savino" dargestellt sind. Leider ist dieses majestätische Werk nicht mehr vollständig; nach einem Diebstahl und der teilweisen Zerstörung werden nun die gefunden Teile in einigen Bildern zusammengefügt.

Die Pfarrkirche
Im Jahr 1722 wurde sie von Pieve nach Solarolo verlegt und ein Neubau wurde 1746 mit Plänen des Architekten Antonio Spazzi begonnen. Im Innern befinden sich neben wertvollen Gewölbefresken und dem charakteristischen Chor auch Gemälde des Andrea Celesti: Sant’Angela Merici und Assunta.
 
 
Kirche von San Giovanni Decollato
Sie befindet sich in Solarolo, in der Nähe des Rathauses. Ursprünglich gehörte sie den Johanniter Ordensrittern und wurde nach vorübergehendem Verfall im XVIII. Jahrhundert im Stil des späten Barocks wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit können im Inneren herrliche Stuckarbeiten bewundert werden.

 
Kirche von Santa Lucia
Diese Kirche liegt in Balbiana und wird auf das XV. Jahrhundert zurückgeführt. Sie besteht aus einem einzigen Schiff mit einer bemerkenswerten Apsis, daneben beherbergt sie noch einige Fresken der Madonna und verschiedener Heiliger, wahre Kunstwerke des XV. Jahrhunderts.

Daten
Höhe:                      162 m
Ortsteile:          
Balbiana, Campagnola, Crociale,Dusano, Gardoncino, Montinelle, Pieve Vecchia
Provinz:                   Brescia
PLZ:                         25080
Vorwahl:                  0365
Markttag:                Freitag
Entfernungen:  
Brescia 32 km
Desenzano 17 km

Der Name soll auf einen Tempel zurückzuführen sein, der der Göttin Minerva gewidmet war, von dem aber nur ein Gedenkstein zu dessen Ehren geblieben ist, der wahrscheinlich an dem Ort stand, wo später die Burg erbaut wurde.
Diese Gegend war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, wie die vielen Funde beweisen. Später haben dann die Römer hier gesiedelt. Von Karl dem Großen stammt eine Urkunde, die den Mönchen von San Zeno in Verona Rechte über die von der Burg beherrschten Gebiete übertrug. Nur dank dieses Schreibens konnte die Existenz dieser Burg auf dem Vorgebirge bewiesen werden.
 
Als sich Friedrich Barbarossa in Manerba del Garda aufhielt, trat er dem Bischof von Verona die Rechte über das Dorf ab. Im Jahre 1426 wurde Manerba mit anderen Dörfern der Valtenesi Teil der Republik Venetien.  Die Pest des Jahres 1630 dezimierte die Bevölkerung, die von 1550 Personen auf nur 703 zurückging. Später litt Manerba unter dem Einfall der Franzosen während des spanischen Erbfolgekrieges.
Unter den bedeutenden Persönlichkeiten von Manerba findet sich der Pfarrer Alessandro Gualtieri, der unter österreichischer Herrschaft zu Ehren kam, da er eine unentgeltliche Schule eröffnete und sich in verschiedenen nennenswerten Abhandlungen mit der Landwirtschaft beschäftigte. Während des Risorgimento hielt sich Giuseppe Garibaldi in der Burg von Manerba del Garda auf, um die österreichischen Truppenbewegungen zu beobachten.