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Padenghe sul Garda
Das Schloß
Etwas über dem Dorf gelegen, zeigt dieser beeindruckende mittelalterliche Bau noch heute seine starken Mauern aus großen Steinen und drei charakteristische Türme im nord-östlichen Bereich. Leider sind vom mittleren Bereich nach dessen Einsturz nur noch Ruinen vorhanden. Der quadratische Hauptturm erhebt sich über dem Eingang, den eine mächtige Zugbrücke schützte, deren Zugschlitze noch heute zu sehen sind.
Die Hochburg wurde oft umkämpft und verloren, bis im Jahre 1414 Pandolfo Malatesta sich entschloß, Padenghe das Schloß Drugolo anzuvertrauen, in dem später die venetianische Republik eine Garnison unterhielt. Im Schloßhof wurde ein "Schlößchen" errichtet, in dem der Schloßherr und die Garnison lebten.

Kirchlein von Sant’Emiliano
In der Nähe des Schlosses gelegen, ist es eine kleine romanische Pfarrkirche mit einem einzigen Saal und einer halbrunden Apsis aus dem zwölften Jahrhundert. In ihrem Innern können die Veränderungen, die in der Barockzeit stattgefunden haben, verfolgt werden.

Die Pfarrkirche
Gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts erbaut, sind in ihrem Innern sehr wertvolle Bilder erhalten, wie die “Madonna mit Kind und den Heiligen” von Zenone Veronese und Bilder des Francesco Paglia, Francesco Giugno und des Zadei. Darüber hinaus können eindrucksvolle Skulpturen des Antonio Callegari und des Beniamino Sironi bewundert werden.

Villa Barbieri
In der Nähe der Kirche gelegen, wurde sie gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts erbaut. Sie hat eine sehr charakteristische, durchgehend rustikale Fassade. Vor kurzem wurde sie von der Gemeinde von Padenghe gekauft, trotzdem kann sie nur von außen besichtigt werden.

Daten
Höhe:                     125 m
Ortsteile:          
Castello, La Fabbrica, Monte, Pratello
Provinz:                  Brescia
PLZ:                        25080
Vorwahl:                 030
Markttag:         
Samstag (nachmittags)
Entfernungen:  
Brescia 25 km
Desenzano 5 km
In dieser Gegend wurden Spuren einer vorgeschichtlichen Siedlung gefunden und einige Fundstücke beweisen, daß auch Römer diese Gegend bewohnt haben. Während der ungarischen Invasionen wurden die Bewohner gezwungen, das christliche Dorf, das am Ufer des Sees entstanden war und das zur Pfarrei von Desenzano gehörte, zu verlassen und sich in die Hügel zurückzuziehen, auf denen sie dann das Schloß erbauten.
Im Mittelalter wurde das Schloß zu einer gibellinischen Hochburg, die hart von den Brescianern und Veronesern umkämpft wurde. Im Jahre 1330 wurde Padenghe von den Scaligern erobert und die verschiedenen Zweige der Familie stritten sich um das Schloß. Gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts erbaten und erhielten die Dörfer des Seeufers die Autonomie von den Visconti. 1414 wurde das Schloß Drugolo von Pandolfo Malatesta den Bewohnern von Padenghe anvertraut. Nach dem Frieden von Lodi, hielt die Republik von Venedig 1454 eine Garnison im Schloß.
Die Menschen von Padenghe wurden von einem heimischen Dichter, der im Kloster von Maguzzano residierte, als “stolz” bezeichnet. Während der französischen Herrschaft rettete die Fürsprache des Kardinals D'Amboise das Schloß vor der Zerstörung, was zu gefährlichen Stimmungen in den Herzen der Bevölkerung geführt hätte. Padenghe mußte auch die Plünderungen und Gewalttätigkeiten der deutschen kaiserlichen Soldaten erleiden, die 1532 über Verona kamen; gegen Ende des Sechzehnten Jahrhunderts wurde es von gewalttätigen Banditen bedroht, darunter der berüchtigte Giacomo Dainese genannt Giacomazzo da Padenghe.