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Soiano del Lago
Das Schloß
Das mittelalterliche Schloß von Soiano wurde zur Verteidigung gegen die Hunnen erbaut und es diente auch als Versammlungsort der Familienräte aus Chizzoline und Soiano. Um dem gefürchteten Einfall der Truppen der Savoier zu widerstehen, wurde ein weiteres Tor gebaut, um die Mauern des Schlosses vollständig zu schließen. Derzeit ist die Burg wieder im Besitz der Gemeinde.

Die Pfarrkirche
Direkt neben dem Schloß gelegen, wurde die Pfarrkirche etwa 1600 auf den Resten einer antiken Kirche aus dem fünfzehnten Jahrhundert erbaut. Der charakteristische Kirchturm entstand aus dem Turm des Schlosses. In ihrem Innern können wunderschöne Gemälde wie die "Annunciazione" von Andrea Celesti und “Madonna mit den Hl. Sebastian und Michael” von Bertanza bewundert werden. Die beeindruckende Orgel wurden von Antonio Franchino di Montichiari im Jahre 1694 gebaut.

Die kleine Kirche von San Carlo
Sie befindet sich in der Ortschaft Chizzoline und wurde im Jahre 1610 zu Ehren von San Carlo Borromeo erbaut, der diese Gegend besucht haben soll. Die Brüder von San Rocco übernahmen die Kirche, als Venedig ihr Kloster mit der angrenzenden Kirche zerstörte, denn nur so konnten die wenigstens 12 Brüder weiter für ihren Unterhalt sorgen. In ihrem Innern können wir ein hervorragendes Gemälde von Bertanza sehen.

Palazzo Carminati
Trotz der unterschiedlichen Nutzungen und der verschiedenen Restaurierungen hat der im siebzehnten Jahrhundert erbaute majestätische Palast noch heute Säle mit charakteristischen Gewölben, die sich auf Konsolen stützen.

Daten
Höhe:                     209 m
Ortsteile:                Castelo, Chizzoline
Provinz:                  Brescia
PLZ:                        25010
Vorwahl:                 0365
Markttag:               Freitag
Entfernungen:  
Brescia 28 km, 
Desenzano 17 km
Dank der Ausgrabung einiger Pfahlbauten konnte nachgewiesen werden, daß diese Gegend bereits zur Bronzezeit besiedelt war. Sie wurde auch von Römern bewohnt und mußte den schrecklichen Durchzug der Hunnen erleiden. Der Bischof von Verona nahm Soiano im Mittelalter für sich in Anspruch; im Jahre 1330 fiel es an Mastino della Scala bis Giovanni di Boemia es ihm streitig machte. Die frommen Franziskaner bauten im vierzehnten Jahrhundert an der Straße zwischen Soiano und Padenghe das Kloster von San Rocco. Bei der Anpassung der Statuten aus dem fünfzehnten Jahrhundert erhielt Soiano achtundsechzig zusätzliche Feiertage neben den üblichen Sonntagen. Zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts, während des spanischen Erbfolgekrieges, blieb auch Soiano der Durchzug der Truppen nicht erspart und die Bevölkerung hatte Gewalttaten und Mißbräuche zu erleiden. Bevor es im Jahre 1947 seine Autonomie erlangte, war das Dorf von 1810 bis 1825 an Polpenazze angeschlossen und ab 1928 gehörte es, gemeinsam mit Moniga, zur Gemeinde von Padenghe.